AWO Seniorenzentrum Frieda-Nadig-Haus, Bielefeld-Sennestadt
Martina Graute, 51 & Horst Thermann, 91

„Ich kannte die Namensgeberin Frieda Nadig persönlich und verehre ihre politische Arbeit“ 

Heute ist Horst Thermann 91 Jahre alt und ein ganz besonderer Bewohner im AWO Seniorenzentrum Frieda-Nadig-Haus. Der frühere Lehrer und Schulamtsdirektor der Bezirksregierung Detmold hat mit seinem gesellschaftlichen und politischen Engagement viel bewegt. „Wir haben es Herrn Thermann zu verdanken, dass das Seniorenzentrum heute hier an diesem schönen Ort in Sennestadt steht“, erklärt Martina Graute, die in der Verwaltung tätig ist.

„Die Diskussion drehte sich seinerzeit darum, ob das hier nicht zu nah am Sportplatz und am Geschehen ist“, sagt Horst Thermann, der seit vielen Jahren Mitglied der SPD und seit 1965 auch der AWO ist. „Gerade das ist doch das Schöne hier, dass man nah am Leben und doch mitten im Grünen von herrlichem Wald umgeben ist.“ Horst Thermann überzeugte alle. Und so war für ihn und seine Frau klar: „Wer von uns übrigbleibt, versucht, in dieses Heim zu kommen. Das war ein Herzenswunsch von uns beiden.“ 

Ein weiterer Grund dafür: Horst Thermann verehrt die namensgebende SPD-Politikerin Frieda Nadig für ihr Engagement bis heute, kannte sie sogar persönlich. Die gebürtige Herforderin gilt als eine der vier Mütter des Grundgesetztes, arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg viele Jahre als Geschäftsführerin der wiederbegründeten Arbeiterwohlfahrt im Bezirk Ostwestfalen-Lippe und ist eine der engagiertesten Streiterinnen für die Gleichberechtigung. Für ihr Engagement wurde sie unter anderem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Kurz vor Weihnachten verstarb die Frau von Horst Thermann. Und er zog – wie gemeinsam besprochen – in das Seniorenzentrum in Sennestadt ein. „Ich fühle mich sehr wohl hier, die Atmosphäre ist angenehm, die Pflegerinnen und Pfleger sind nett und die Versorgung ist sehr gut.“ 

„Wir haben es Herrn Thermann zu verdanken, dass das Seniorenzentrum heute hier steht“  

Martina Graute, 51

Mit viel Herz kümmert sich auch Martina Graute um die Bewohnerinnen und Bewohner. Sie regelt zum Beispiel auch die Aufnahmen. „Ich komme eigentlich aus dem Einzelhandel. In der Corona-Zeit habe ich mit einem Mini-Job am Empfang angefangen und bin einfach geblieben“, erzählt sie. Inzwischen ist die einstige Minijobberin fester Teil des Teams und „maximal zufrieden“. Dieses Gefühl teilt auch Horst Thermann. „Ich kann mir nichts Besseres wünschen, als hier zu sein.“

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